Urlaubsregion Spreewald

Was verbinden Sie mit dem Spreewald? Gurken, Kähne, viel Wasser?  Radwege, Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl, Spreewaldkrimi? Alles richtig. Und es gibt noch so viel mehr, was den Spreewald zu einer einzigartigen Urlaubsregion macht. Wenn an einigen Stellen vom Spreewald als einer der „idyllischsten und traditionsreichsten Regionen Deutschlands“ die Rede ist, glauben Sie uns – das ist nicht übertrieben. Er ist ein einzigartiges Naturparadies mit viel Grün, Geschichte und Kultur, nur knapp 100 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Berlin. Überzeugen Sie sich am besten selbst.

Seit 1991 Biosphärenreservat der UNESCO

1991 erhielt der Spreewald den Status als Biosphärenreservat der UNESCO. Nirgendwo sonst in Deutschland gibt es Vergleichbares. Die Spree verzweigt sich in unzählige Wasserläufe (mit fast 1000 Kilometern Länge) und bildet ein in Mitteleuropa einzigartiges und geheimnisvolles Wasserlabyrinth. Diese Landschaft ist Lebensraum einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt, mit Arten, die andernorts selten geworden oder gar nicht mehr zu finden sind.

Leuchtend gelb blühen im Frühling Sumpfdotterblumen und Hahnenfuß. Bekassine und Kiebitz brüten und deutlich sind die Rufe von Rotbauchunke, Moor- und Grasfrosch zu vernehmen. An den Ufern der Fließe schwirren schimmernde Libellen. Mäusebussard, Rotmilan und Seeadler ziehen ihre Kreise, Weißstörche und Kraniche suchen Futter. Scharen von Wasservögeln legen im Herbst und Winter auf ihrer Reise nach Süden Rast im Spreewald ein. Sogar der scheue Fischotter ist hier zu Hause. Die Spreewaldfließe bieten ihm ideale Lebensbedingungen. Nicht alle dieser Tiere werden Sie auch beobachten können. Aber: Lassen Sie sich auf die Natur ein und sie wird sich Ihnen nicht verschließen – entdecken Sie die besondere Blume am Wegrand, lauschen Sie den Vögeln oder einfach der so rar gewordenen Stille.

Sagenhafter Spreewald

Angesichts einer so verwunschenen und ursprünglichen Natur mag es wenig verwundern, dass sich um den Spreewald viele Sagen ranken. Zu Beispiel die, nach denen die Kanäle von wildgewordenen Ochsen des Teufels mit ihrem Pflug geschaffen wurden. Und es heißt auch: Wer in der Mittagsruhe an heißen Sommertagen auf dem Feld arbeitet, den holt die Mittagsfrau. Für Urlauber in der warmen Idylle des Hochsommers soll das übrigens nicht gelten… Im Lauf des Jahres werden verschiedene traditionellen Bräuche begangen. Die Zapust, oder auch wendische Fastnacht genannt, wird in vielen Dörfern rund um Cottbus und Burg gefeiert. Sind die Felder abgeerntet, haben Erntebräuche Hochsaison.

Ab aufs Wasser

Bis in das 20. Jahrhundert hinein waren manche Orte nur mit dem Kahn auf dem Wasserweg zu erreichen. Sehenswert sind Orte wie das unter Denkmalschutz stehende Lehde mit dem Freilichtmuseum und Straupitz im nördlichen Oberspreewald mit der bedeutenden Schinkelkirche und der einzigen funktionsfähigen Dreifachmühle Deutschlands: Hier wird Korn gemahlen, Holz gesägt und Leinöl gepresst. Bei einer Kahnfahrt lässt sich Zauber der Lagunenlandschaft wie vor hundert Jahren erleben. Auch für Wasserwanderer mit Faltbooten, Kajaks und Canadiern ist der Spreewald ein Paradies. Nicht weniger reizvoll ist es, den Spreewald zu Fuß oder per Rad zu erkunden – zum Beispiel auf dem 250 Kilometer langen „Gurkenradweg“.

Der Spreewald ist übrigens zweisprachig. In der Lausitz (Łužyca) gelegen, gehört auch der Spreewald (Błota) zum Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden, eines kleinen slawischen Volkes. Ihre Muttersprache, ihre Trachten und ihr Brauchtum sind noch heute lebendig und prägen Tradition und Leben unserer Region.

All diesen Dingen können Sie in Ihrem Urlaub auf ganz verschiedene Weise nachspüren. Viel Spaß dabei!